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Gehirngulasch

Freitag, 16. Juli 2010

Wahnsinn. Dieser Sommer ist der Wahnsinn. Täglich Temperaturen um 33 Grad Celsius. Das hat natürlich zur Folge, dass ich durch übermäßigen Calippo-Erdbeer-Konsum knapp drei Kilo zugenommen und meinen Deo-Verbrauch und die Wasserrechnung verdreifacht habe. Bikinifigur? Adé. Sport? Not. Und so entpuppt sich der so heiß ersehnte Sommer als fiese Falle. Miese, fiese Falle.
Und auch sonst scheinen diese Monate mich auf eine sehr harte Probe zu stellen. In Berlin hat mir ein Taxifahrer Falschgeld angedreht, in einer Badewanne in der Torstrasse (vonwegen “the place to be”) bin ich “final-destination”-mäßig ausgerutscht und habe mir fast mein Genick gebrochen (nachdem ich sämtliche Armaturen und Stangen von Wand und Decke gerissen habe), die Oberschenkel (ich dicke Kuh) habe ich mir beim Fahrradfahren innen wund gescheuert, meine Hände sehen aus, wie die Pranken von Godzilla (der Arzt hat mir eine Hitzeallergie attestiert ?!!) und das fehlende Ersatzteil für meinen Porsche wurde aus Versehen doppelt bestellt. Rückgabe nicht möglich. Oh, fast hätte ich vergessen, dass mich vor drei Tagen noch einer meiner Katzen gebissen hat, ich die halbe Nacht in der Notaufnahme saß, und just danach, keine Stunde später, noch von meinem Bett gefallen bin. Bandagiert, nackt, mit einem Staubsauger bewaffnet und Mücken jagend. Not my time.
Und so sitze ich hier. Versuche mich möglichst nicht zu bewegen, nicht aktiv am Tagesgeschehen teilzunehmen und meine Risikobereitschaft zu dämpfen. Ich versuche nicht zu denken, das alles nicht persönlich zu nehmen und auch nicht zu verzweifeln.
Ich schaffe diesen Sommer.
Ich werde wieder auferstehen, wie Phönix aus der Asche.
Bald.
Und ihr werdet staunen – genau wie die Welt gestaunt hat, als RTL die Soap “Aus alt mach neu – Brigitte Nielsen in der Promi-Beautyklinik” ausgestrahlt hat.
Ha!

Berlin is sooo …

Montag, 12. Juli 2010

Berlin hat es geschafft. Es hat tatsächlich den ostigen, Tapete und Putz bröckelnden Charme ablegen können. Es muss sich nicht mehr hinter großen Modemetroplen verstecken, es muss ihnen nicht mehr nacheifern. Ganz eigen, ganz besonders und ganz beeindruckend hat Berlin sich zu einer Stilikone entwickelt. Nicht etwa wegen der Fashion Week und ihrer zuweilen wenig glamurösen Darbeitungen – es sind vielmehr die Strassenmomente. Augenblicke, in denen man einfach von einem Hinterhof verschluckt wird und sich stundenlangen Gesprächen mit Shopbesitzern und Designern hingeben kann. Augenblicke, in denen man Mode und Stil ganz unaufgeregt erleben kann. Draußen auf der Strasse. Draußen auf dem Hinterhof. Draußen ist das neue Drinnen.

Blöde neue Welt!

Sonntag, 24. Januar 2010

“Be stupid” proklamiert Diesel in bunten und leuchtenden Buchstaben auf der diesjährigen Bread & Butter im Berliner Tempelhof. Die neue Kampagne setzt auf diesen Slogan und liefert in überdimensionierten Plakatformaten simpel erworbene Erkenntnisse. “Smart listens to the head. Stupid listens to the heart. Be stupid.” Will man das?

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Stullen-Messe

Mittwoch, 08. Juli 2009

So nennen die hiesigen Taxifahrer die Berliner Bread&Butter Modemesse. Stullenmesse. Ganz gut. Bedenkt man doch die Zweideutigkeit dieser Benennung. Vieles von dem, was wir da gesehen haben, war in der Tat stulle. Mode polarisiert, klar. Aber das sie richtig weh tut, das ästhetische Empfinden verletzen kann, das war mir in dieser Vehemenz nicht klar. Riesenhintern in superknappen Jumpsuits, selbstverständlich in den grob gemusterten… Dazu wurden nicht selten Neon-Strinbänder von American Apparel getragen, Hüftgürtel, die oberhalb und unterhalb vermuten ließen, welch Oppulenz sich tatsächlich darunter verbirgt, und das alles in der “very new and hot”-Kombination mit Boyfriends Cut Blazern, gerne in der 80er Variante mit Schulterpolstern. True!

Etwas Nettes? Aber ja doch. Diese visuelle Beleidigung war irgendwann so allgegenwärtig, dass einem in der Tat die Schönheit regelrecht ins Auge sprang. Es gab auch viel Schönes, viel Geschmackvolles und auch ein paar Neuentdeckungen. Checkt doch mal die zauberhafte Mode von VildeSvaner. Tolle Mädchen, tolle Mode, toll organisch. I love! www.vildesvaner.com

Mehr über die wilden Schwäne findet ihr unter anderem in der nächsten BLONDE. Ab dem 22.08… MERKEN!

Vom Reichtum und anderen Erlebnissen

Donnerstag, 29. Januar 2009

Jetzt kann ich Geld scheissen. Ich habe den Scheiss-Businessplan im Scheiss-Arbeitsamt eingereicht und – verdammte Scheisse – keine drei Tage später einen positiven Bescheid bekommen. Ich bin jetzt offiziell selbstständig und somit reich. Jaaa, doch! Davon habe ich nur nichts, denn ich bin krank. Nun hat es mich auch erwischt. Grippe. Vielleicht muss ich sterben. So fühle ich mich zumindest. Keine Berlin-Fashionweek für mich. Jetzt entgehen mir all diese tollen Dinge, wie dürre Models auf Laufstegen, nicht vegetarische Pressefrühstücke, Umsonst-Bier und Give-Away-Bags…. Das ist wirklich, wirklich schade, sind doch eben jene Veranstaltungen Futter für meine Geläster frönende Mädchenseele.