Costa Rica, das Luxus-Dingsda und ich, wir sind prima klar gekommen. Mir würden hier die Superlative ausgehen, wenn ich mit Schwärmereien anfangen würde. Affen, Geckos, Leguane, Blumen, Wellen und schöne Menschen, soweit das Auge reicht. Ich habe mich permanent gefragt, ob die Menschen wohl wissen, in welch paradiesischen Verhältnissen sie leben?
Völlig entspannt, fast schon vor Entspannung sabbernd, habe ich meinen Rückweg nach Los Angeles angetreten. Habt ihr schon mal was von der Fluggesellschaft namens SANSA gehört? Tja, das ist wahrscheinlich auch schon das Problem. Ich bezweifle ernsthaft, dass es diese besagte Fluggesellschaft überhaupt gibt. Fakt ist, sie ist in der kleinen Dschungelstadt Tambor nie angekommen, nie abgeflogen, ich habe nie auch nur überhaupt ein Logo dieser Fluggesellschaft erhaschen können. Geplant war ein Abflug um die Mittagszeit, direkt aus dem Dschungel heraus, die Lande- und Startbahn mündet im Meer… Klingt das nicht wundervoll? Drei Stunden habe ich in der prallen Sonne gewartet, bei knapp 35 Grad Celsius – im Schatten. Unter anderen Bedingungen wäre ich die letzte gewesen, die sich Hitze über beschwert, aber in voller Montur, mit Socken, Schuhen, Gepäckbergen… Whatever… SANSA ist nicht erschienen, ich spreche kein Spanisch und somit rückte die ersehnte Weiterreise nach L.A. in ferne, ferne Dschungel-dicke Ferne. Absolut kurz vor “eigentlich zu spät” habe ich einen sehr lauten Nervenzusammenbruch bekommen. So laut und so beharrlich, dass die sehr entspannten Flughafenmitarbeiter, kurzerhand eine Maschine einer anderen Fluggesellschaft geordert haben. Ich vermute nicht aus Kulanz, mehr aus der Hoffnung heraus mich loszuwerden. Die beiden australischen Piloten waren über die Tatsache, das ich die einzige Passagierin an Bord war, genauso amüsiert wie ich. Wurdet ihr schon mal bei der offiziellen Durchsage der Sicherheitsbestimmungen persönlich mit Vornamen angesprochen? Das war ein sehr exklusives Gefühl!
Allerdings war dieser zauberhafte und witzige Flug mit dem Acht-Sitzer lediglich ein Wermuthstropfen. Ich war zu spät in San José, das Gate hatte bereits geschlossen. Ich habe zum ersten mal in meinem Leben offiziell jemanden geschmiert! 50 US Dollar hab ich einem Typen in die Tasche geschoben. 50 US Dollar für eine (wieder mal exklusive) Fahrt mit einem Sonderfahrzeug (ihr wisst schon, diese Dinger, die aussehen wie Golfkarts) aus schnellstem Wege über die Rollbahn bis direkt vor die Einsstiegstreppe, die gerade im Begriff war abgebaut und weggerollt zu werden. Made it!
L.A. war toll! Darüber muss ich keine Worte verlieren. Back home quasi, neben den Julia Roberts-Mülltonnen, in meinem geliebten Venice-Hood, bei gewohnt guter Laune. Tja, was kann ich sagen? Den Rücklug nach Newark habe ich dann tatsächlich final verpasst. Genau um acht Uhr morgens bin aufgewacht. Genau um acht um Morgens rollte Continental ohne mich Richtung New York. Air New Zealnd war so nett mich sechs Stunden später mitzunehmen. nach London. Unnötig zu erwähnen, dass die Mitnahme so viel wert war wie eine Monatsmiete in der Matthesonstrasse.