Archiv für November 2009

das Leben nach Imperial

Sonntag, 29. November 2009

Das Costa Ricanische (sagt man das so??) Bier Imperial ist gut. Aber harmlos, wie ich jetzt weiß. Gestern habe ich gemütlich, mit einem Freund plaudernd, an meinem großen Wohnzimmertisch sitzend, vier Becks getrunken. Was nicht viel ist, will man meinen. Ich fühle mich schrecklich heute morgen. Fast würde ich es Kater nennen. Warum ist das deutsche Bier nur so schrecklich? Ich werde mich gleich wieder an meinen großen Wohnzimmertisch setzen und einen Businessplan ausarbeiten für ein Importunternehmen. Für Bierdosen aus aller Welt. Imperial und Bud LIght Lime werden definitiv auf meiner Liste stehen…

Picture 1

Picture 2

the BLONDE crew

Samstag, 28. November 2009

Blonde_Gruppenfoto

From Paradise to Hell

Samstag, 28. November 2009

Costa Rica, das Luxus-Dingsda und ich, wir sind prima klar gekommen. Mir würden hier die Superlative ausgehen, wenn ich mit Schwärmereien anfangen würde. Affen, Geckos, Leguane, Blumen, Wellen und schöne Menschen, soweit das Auge reicht. Ich habe mich permanent gefragt, ob die Menschen wohl wissen, in welch paradiesischen Verhältnissen sie leben?
Völlig entspannt, fast schon vor Entspannung sabbernd, habe ich meinen Rückweg nach Los Angeles angetreten. Habt ihr schon mal was von der Fluggesellschaft namens SANSA gehört? Tja, das ist wahrscheinlich auch schon das Problem. Ich bezweifle ernsthaft, dass es diese besagte Fluggesellschaft überhaupt gibt. Fakt ist, sie ist in der kleinen Dschungelstadt Tambor nie angekommen, nie abgeflogen, ich habe nie auch nur überhaupt ein Logo dieser Fluggesellschaft erhaschen können. Geplant war ein Abflug um die Mittagszeit, direkt aus dem Dschungel heraus, die Lande- und Startbahn mündet im Meer… Klingt das nicht wundervoll? Drei Stunden habe ich in der prallen Sonne gewartet, bei knapp 35 Grad Celsius – im Schatten. Unter anderen Bedingungen wäre ich die letzte gewesen, die sich Hitze über beschwert, aber in voller Montur, mit Socken, Schuhen, Gepäckbergen… Whatever… SANSA ist nicht erschienen, ich spreche kein Spanisch und somit rückte die ersehnte Weiterreise nach L.A. in ferne, ferne Dschungel-dicke Ferne. Absolut kurz vor “eigentlich zu spät” habe ich einen sehr lauten Nervenzusammenbruch bekommen. So laut und so beharrlich, dass die sehr entspannten Flughafenmitarbeiter, kurzerhand eine Maschine einer anderen Fluggesellschaft geordert haben. Ich vermute nicht aus Kulanz, mehr aus der Hoffnung heraus mich loszuwerden. Die beiden australischen Piloten waren über die Tatsache, das ich die einzige Passagierin an Bord war, genauso amüsiert wie ich. Wurdet ihr schon mal bei der offiziellen Durchsage der Sicherheitsbestimmungen persönlich mit Vornamen angesprochen? Das war ein sehr exklusives Gefühl!
Allerdings war dieser zauberhafte und witzige Flug mit dem Acht-Sitzer lediglich ein Wermuthstropfen. Ich war zu spät in San José, das Gate hatte bereits geschlossen. Ich habe zum ersten mal in meinem Leben offiziell jemanden geschmiert! 50 US Dollar hab ich einem Typen in die Tasche geschoben. 50 US Dollar für eine (wieder mal exklusive) Fahrt mit einem Sonderfahrzeug (ihr wisst schon, diese Dinger, die aussehen wie Golfkarts) aus schnellstem Wege über die Rollbahn bis direkt vor die Einsstiegstreppe, die gerade im Begriff war abgebaut und weggerollt zu werden. Made it!

L.A. war toll! Darüber muss ich keine Worte verlieren. Back home quasi, neben den Julia Roberts-Mülltonnen, in meinem geliebten Venice-Hood, bei gewohnt guter Laune. Tja, was kann ich sagen? Den Rücklug nach Newark habe ich dann tatsächlich final verpasst. Genau um acht Uhr morgens bin aufgewacht. Genau um acht um Morgens rollte Continental ohne mich Richtung New York. Air New Zealnd war so nett mich sechs Stunden später mitzunehmen. nach London. Unnötig zu erwähnen, dass die Mitnahme so viel wert war wie eine Monatsmiete in der Matthesonstrasse.

die reiche kueste

Dienstag, 17. November 2009

here we go…
costa rica…
nach 30 stunden anfahrt…
30 stunden…
egal. hier wird man nach 10 minuten wieder entschaedigt. 10 minuten costa rica sind wie 100 mal hagenbecks tierpark an einem tag. aber es ist nicht nur die unsagbare naturschoenheit dieses landes, es ist dieses luxus-dingsda in dem ich wohne. ein anders wort faellt mir wahrlich dafuer nicht ein. luxus-dingsda. es ist eine villa – aehm, entschuldigung, es heisst superior villa. eine villa die offen ist. und mit offen meine ich nicht die freundliche architektonische intention, weil die raeume so grosszueging gestaltet sind, ich meine damit OFFEN. keine fenster – lediglich eine haengematte schirmt mich von den bruellaffen im geaest ueber mir ab – mehr nicht. mitten im dschungel, zwischen einer unbefahrenen strasse (jeep sei dank ging es doch irgendwie…) und der westkueste costa ricas liegt flora blanca, das luxus-dingsda. mit insgesamt acht villen und einem restaurant. 5 sterne haben sie sich hier verdient, die flora blanca betreiber. 10 haette ich ihnen gegeben, wenn man mich gefragt haette. blumen auf dem bett, pralinen auf dem kopfkissen, das bad draussen, im dschungel, open air dusche, pinkeln zwischen spinnennetzen und bruellaffen, die einem neugierig dabei zuschauen, ein wohnzimmer, das keine fenster hat und das verrueckte: eine ipod-sation. hier sitz ich nun, nach dem ersten surftag, verbrannt, erledigt und ipod-stations-gluecklich. fast haette ich die wichtigste schicksalsfuegung vergessen: der cocktail des hauses heisst “billy brown”. noch fragen?