Archiv für September 2008

ich muss kotzen…

Donnerstag, 25. September 2008

back to normal. der alltag hat mich wieder. was für eine überraschung. hamburg sorgt schnell dafür, dass man sich zwangsresozialisiert. drei, vier tage habe ich der frischen brise und den übel gelaunten menschen noch mit flipflops und kurzen hosen stand halten können… und dann: pah! jetzt renne ich selber vermummt, mit halstuch, schniefnase, dicken socken und auf den boden schauend durch die gegend. und als wäre das nicht schon schlag in die fresse genug, musste ich heute damit beginnen, das neue slack vorzubereiten. in der nächsten ausgabe wird unter anderem die homestory mit dem kleinen riley metcalf aus san clemente statt finden. einige von euch werden sich vielleicht errinnern: privatstrand, privat-community, geld wie heu, ex-nixon-villa in der nachbarschaft. beim sichten der wunderschönen bilder kams mir dann auch ein wenig hoch… UND ES MACHT MIR JETZT DOCH WAS AUS! ich will auch einen privat strand, ich will auch sonne, will wolkenfreien himmel, ich will auch GELD. statt dessen habe ich den hamburger entsorgungshof vor dem fenster und müllmänner vor der haustür, die einem hinterher pfeiffen. will man das?

 

shaun white – kleine überraschung

Freitag, 19. September 2008

gestern war ich in paris. abgesehen von diversen taxi-fahrten habe ich aber von der schönsten stadt in europa nicht viel sehen können. direkt nachdem ich am hotel angekommen bin (taxitrip 1), sind wir mit der gesamten journalistentruppe (ähm, hatte ich erwähnt, dass es sich bei diesem trip um eine pressereise handelte?) ins hardrock café gefahren (taxitrip 2). sehr nahe liegend… in paris amerikanisch essen zu gehen. ?

dort war es so unmenschlich laut, wir hatten keine chance uns gegenseitig vorzustellen, geschweige denn uns zu unterhalten. nach 11 burgern und 22 schnell hinunter gekippten bieren sind wir in eine herunter gekommene karaoke bar gefahren (taxitrip 3). die war so unterirdisch, dass wir sogar das teure (7 euro) bier haben stehen lassen. jegliche weitere form von bar-hopping diente ausschließlich dem kampf gegen die müdigkeit.

der nächste tag gehörte voll und ganz übersportler shaun white. ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber definitiv keinen knapp 1.70cm kleinen shaun white. er hat einen RIESIGEN roten kopf und winzige füße, kurze beine, perfekt gebleachte zähne, ein fable für enge röhrenjeans und einen nahezu gigantischen, sehr amerikanischen siegelring. da stand ich nun, vor dem großen kleinen shaun white und war so positiv überrascht, dass ich angefangen habe zu lachen. ist das nicht witzig, wie groß wir menschen im geiste machen? nicht, dass ich ein “großer” shaun white fan bin, aber ich hatte ihn mir immer sehr groß und schlacksig vorgestellt. und irgendwie scheu… weit gefehlt. von 20 fragen, die ich mir vorher notiert habe, konnte ich genau 5 stellen. ich habe schon lange nicht mehr vor jemandem gestanden, der soooooooo viel redet. wasserfall. wunderbar. ohne punkt und komma. geistiger parkplatz für mich. nach 30 minuten kam der pr-wachhund und mit ihm die ablösung. interviews am fließband sind shauns spezialität.

zum abschluss gab es noch einen grey goose wodka in den hals und dann ging es auch schon ab zum flughafen (taxitrip 4).

au revoir paris.

regenerationsmarathon

Montag, 15. September 2008

in meinem alter – ähm- da dauerts schon ein paar tage, bis man wieder ernüchtert. teufelszeug alkohol hat mich, sage und schreibe, zwei tage hingerafft. warum, um gottes willen, hört man denn nicht an einem bestimmten punkt einfach auf? sagt “hey, ich hab genug!” ?? und warum lösen sich alle vorsätze NICHT alles durcheinander zu trinken grundsätzlich zwischen der schanze und der reeperbahn auf? wie ein geprügelter hund hab ich mich gefühlt. ab und an habe ich meinen dicken und schweren kopf gehoben, einmal bin ich aufgestanden um nahrung aufzunehmen… das wars. den rest der zeit habe ich mit silvie im bett, vor dem fernseher verbracht. dumm glotzend, schwachsinn schauend haben wir stumm nebeneinander gelegen und gelitten. lange. ganz lange. oh je…

billyboots

Freitag, 12. September 2008

:)

schanzendingsbums

Montag, 08. September 2008

am wochenende hat die schanze gefeiert. juhu. herrlich erfrischend, weil man endlich gesehen hat, dass das viertel nicht ausschließlich von hoch geklappten polohemden und galao-strichern bevölkert wird. endlich wehte wieder ein wind der anarchie hindurch. es war fast ein wenig wie “früher”, als die rote flora noch kulturzentrum war und nicht ein ort, an dem man befürchten muss, dass man ein-euro-stücke in seinem bier findet, nur weil man draußen auf den treppen verweilt…

ein echter hamburger

Freitag, 05. September 2008

…spricht nicht mit jedem. er schaut vorbei ziehenden menschen auch nicht in die augen, es sei denn, er wird namentlich angesprochen. small-talk ist das absurdeste überhaupt und spontaneität gibt´s auch nur wohldosiert, einmal in der woche, vorzugsweise am wochenende, nach ein, zwei astra oder becks. gestern habe ich jemanden an der ampel angelächelt. “was grinst du denn so blöd?” war die reaktion. mein freundliches grinsen mustierte innerhalb von sekunden zu einem grenzdebilen gesichtsgulasch.

willkommen zu hause.

back to what?

Mittwoch, 03. September 2008

da sind wa wieder. heile angekommen, wenn auch geistig noch am strand. die gesamte rückfahrt war ein logistisches horrorszenario :) wir haben die gepäckbestimmungen mit voller absicht ignoriert, der armen maya sogar offziell zwei gepäckstücke angehängt. und das obschon kinder lediglich ein gepäckstück transportieren dürfen und dieses dann auch nur max. 11 kilo wiegen darf. ähm… mayas zwei taschen hatten jeweils ein gewicht von knapp 30 kilo. bevor mir jetzt jemand die fürsorge an den hals hetzt: selbstverständlich musste die maus die koffer NICHT tragen. das hat mit fluchen und meckerei der frank (ihr papa, der uns in den letzten zwei wochen besucht hat) getan. so belief sich die summer der gepäckstücke, inklusive handgepäck auf 17 teile. ups. ich fühle mich als shopping-opfer… der dollarkurs, das schöne wetter, die tollen angebote, back-to-school-sale… da ist man als frau so gut wie wehrlos.

irgendwie haben wir es um die sicherheitskontrollen geschafft, in das flugzeug unserer lieblings-fluggesellschaft hinein und auch wieder heraus. der weg vom flughafen zum frankfurter flughafen war eher schwierig… zwar hatten wir die 14 Taschen (grins) von sabine nicht mehr dabei, aber der arme frank hat ja auch nur zwei arme. und dann endlich, endlich, endlich – nach kanpp 18 stunden sind wir in hamburg angekommen und in unsere (gemessen am gepäckvolumen) viel zu kleine wohnung gestolpert. jet lag sei dank renne ich seit drei tagen mit einer emotionalen taucherglocke auf dem kopf herum. jeder von euch, der lange genug in dieser stadt lebt, weiß, wie schwierig es ist. dieses (un)wetter… was solls, ich bin tapfer – und genug klamotten zum warm-anziehen habe ich ja jetzt :)