Archiv für die Kategorie ‘Family Affairs’

2009, und dann?

Sonntag, 27. Dezember 2009

Bald ist es vorbei, das Jahr 2009. Ich kann mich nicht beklagen. Man macht sowas, oder? Man zieht Bilanzen, schließt mit dem Einen, oder dem Anderen ab, man schaut sich Jahresrückblicke an und wundert sich, dass man vergessen hat, dass Ilona Christen überhaupt gelebt hat… 2009 war ein gutes Jahr. Das Meilen-Jahr. In diesem Jahr habe ich mir tatsächlich den FT-Status erflogen und damit die Erlaubnis die langweiligsten geschlossenen Räumlichkeiten der Welt zu betreten, die Business-Lounges auf Flughäfen. Ich habe begriffen, dass wir Menschen durchaus kulturelle Unterschiede haben und dass Humor nicht international ist. Ich habe mehr Geld für Schuhe ausgeben als jemals zuvor, habe mir heimlich Songs von Pink und Rihanna herunter geladen – schlimmer noch – auch gehört… Ich habe drei unterschiedliche Diäten gemacht, mir mindestens 20 Mal absolut ernsthaft vorgenommen regelmäßig Sport zu treiben, eine Bifi gegessen (ich bin Vegetarierin), immer wieder das Rauchen verflucht und doch weiter gemacht; habe mein Skateboard vernachlässigt, dafür das Surfbrett umso mehr lieben gelernt – ich habe 32 Mal gelogen, dafür aber mindestens 100 Mal die Wahrheit gesagt, habe Freunde gehen lassen, andere getröstet, so manche auch verflucht – ich hatte DAS WIEDERSEHEN in diesem Jahr (you are amazing Dave)!! Ich habe geheult als Michael Jackson starb, mir heimlich Twilight angeschaut und Colorblind von den Counting Crows auswendig gelernt.
Verdammt, es war ein gutes Jahr.

Das Hinterhofgefühl

Montag, 07. September 2009

Jetzt muss ich doch mal was Positives berichten. Es gibt frischen Wind in dieser beschissenen Stadt. Nicht den Wind, der uns hier als allgemein bekannte steife Brise erreicht, ich meine künstlerischen. Und politischen. politischen. Guten. Lange ist es her. Schill “sei Dank” wird die Öffentlicher-Raum-Eroberungsfahne ein wenig tiefer geschwenkt. Damals als die Wasserwerfer anrückten und man Busse und Bauwagen beschlagnahmte ist eine der vielleicht bekanntesten Bastionen gefallen: die Bambule. Es ist viel passiert seitdem. Neuerdings dürfen wir McDonalds neben dem Schanzenbahnhof ertragen und die Flora immer wieder staatliche Willkür und etwaige Schikanen. Ich bin weiß Gott (leider) nicht mehr politisch aktiv, werde hier also keine Parolen und schon keine Reden schwingen, aber eines sei doch gesagt: die Besetzung des Gängeviertels in Hamburg ist das Beste, was dieser Stadt seit Langem passiert ist! Die Motivation: Die knapp 200 Künstler wollen auf die Raumnot Hamburger Künstler aufmerksam machen und die Gebäude vor dem Verfall bewahren. Es hat mich an der Stelle gepiekst, an der ich keine Nerven mehr vermutet habe. Es hat ein Gefühl wieder aufleben lassen, welches definitiv verbuddelt war. Es ist toll zu sehen wie gut es Hamburg tut, das Mitmachen, das Hinterhofgefühl.
Eine Bewegung.

Pussy in a box

Mittwoch, 13. Mai 2009

Darf ich vorstellen? Das ist “Dickie”. Wir wohnen zusammen…

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Älter werden!

Freitag, 03. April 2009

Au ja. Heute ist mein Geburtstag und ich fühle mich groooooooooooßartig! Und jung und schön und gewachsen bin ich auch. Und die Sonne scheint – bei satten 20 Grad. Und hej – das in Hamburg!

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Hier hört der Spaß auf

Samstag, 10. Januar 2009

Ich trinke kein Alkohol mehr und ich habe aufgehört zu rauchen. Ja, da sehe ich doch direkt einige von euch grinsen. Grinst ruhig. Aus vorbei. Keine schädlichen Substanzen mehr. Ich bin jetzt die Uncoole auf Parties, die dauergrinsend, Gähner unterdrückend mit getarnten Drinks in der Ecke steht und so tut als würde sie sich amüsieren. Das ist nämlich schon das Problem. Ich habe keine Ahnung, wie man sich amüsiert auf wilden Feiereien OHNE Kippen und Bier. Ich bin soooo alt und ich weiß nicht wie man gepflegt feiert! Oh Gott!

Vielleicht sollte ich einfach auch gar nicht mehr ausgehen. Ja, so wird es sein. Ich werde ab sofort einsam, allein zu Hause sitzen und an den Wochenenden RTL-Jubiläumssendungen und Chartshows gucken, das Dschungelcamp und Kochduelle. Ich werde Mineralwasser trinken und fett werden, weil ich Substitution mit Schokolade betreiben werde.

OHHH GOTT!

winterschlaf adé

Dienstag, 11. November 2008

da hab ich doch glatt geschlafen, die letzten wochen. irgendwie. angesteckt von der müdigkeit der trägen, dahin kriechenden menschenmassen auf den strassen, hab ich geistig auch schlummi gemacht. schluss damit! aus! wie schrecklich? in einem klitzekleinen, ganz wachen moment, habe ich die erkenntnis gehabt, dass der winter nur so viel macht hat, wie ich ihm zugestehe. ha! und damit ist jetzt schluss. ist noch gar nicht allzu lange her, dass ich getönt habe, dass ich mit tütü und bunten strumpfhosen trotze. das habe ich genau ZWEI mal getan, und danach minus-konsequent zur jogginghose gegriffen. bunt ist anders.

jetzt, da ich ein neues leben beginne, wird die farbe grau aus meinem kleiderschrank, ebenfalls aus meinem wortschatz und erst recht aus meinem kopf verbannt. und da ich mal wieder nichts zum anziehen habe, fliege ich morgen nach new york und kaufe ein oder zwei neue sachen… vielleicht auch drei, es gibt da so schöne sneaker.

billytheworld

Mittwoch, 08. Oktober 2008

genau so und nicht anders würde ich meine mikronation nennen. verrücktes thema. es gibt einige dieser winzigen, als unabhängig ausgerufenen welten. die vielleicht bekannteste ist christiana, eine ursprünglich von hippies besetzte siedlung, inmitten von kopenhagen. oder sealand, eine mit gewalt eingenommene ölplattform im meer… das war mein recherche-thema heute. sie besetzen, sie proklamieren unabhängigkeit, nennen sich könige, prinzen, landsmänner. drucken ihr eigenes geld, eigene pässe, briefmarken, verfassungen…

wahnsinn. anerkannt ist, soweit mir bekannt ist, keine einzige der selbst ernannten mikronationen. aber die energie, mit der sie sich gegen gesetze, reglements und den allgemeinen konsens auflehnen ist sehr, sehr beeindruckend.

jetzt sitze ich hier und überlege, was ich alles tun würde, so gänzlich unabhängig. vielleicht eine form von dresscode. ui. wie würde der aussehen? eigenes geld definitiv. und alle müssten die billyboots tragen und surfen und skaten und es würde 24 stunden lang musik aus allen lautsprechern der “stadt” dröhnen. meiner wahl, natürlich :) alter, (das war jetzt prollig) der gedanke ist verrückt. i like! uiuiui. ich träum “privat” weiter und grüße alle phantasten unter euch…

fernseh-turm

Montag, 06. Oktober 2008

ja. wie ein fernseh-turm fühlt sich mein kopf nach diesem wochenende an. ich habe es tatsächlich geschafft NUR und AUSSCHLIESSLICH im bett, wahlweise auf dem sofa, zu liegen und schwachsinn zu konsumieren. das betrifft sowohl meine nahrungsaufnahme, als auch das geistige futter, in form von sendeformaten. oh ha. kann man am übermäßigen fernseh-konsum sterben? quasi an einer überdosis audiovisuellen schwachsinns? jetzt fühle ich mich ganz schwach und ausgetrocknet, angeblödet und reizüberflutet. aber mal ehrlich, ab und zu braucht man das. ab und zu braucht man den geistigen parkplatz. der fernseher – das lagerfeuer deutscher wohnzimmer. (ich wünschte DER wäre von mir…)

ich muss kotzen…

Donnerstag, 25. September 2008

back to normal. der alltag hat mich wieder. was für eine überraschung. hamburg sorgt schnell dafür, dass man sich zwangsresozialisiert. drei, vier tage habe ich der frischen brise und den übel gelaunten menschen noch mit flipflops und kurzen hosen stand halten können… und dann: pah! jetzt renne ich selber vermummt, mit halstuch, schniefnase, dicken socken und auf den boden schauend durch die gegend. und als wäre das nicht schon schlag in die fresse genug, musste ich heute damit beginnen, das neue slack vorzubereiten. in der nächsten ausgabe wird unter anderem die homestory mit dem kleinen riley metcalf aus san clemente statt finden. einige von euch werden sich vielleicht errinnern: privatstrand, privat-community, geld wie heu, ex-nixon-villa in der nachbarschaft. beim sichten der wunderschönen bilder kams mir dann auch ein wenig hoch… UND ES MACHT MIR JETZT DOCH WAS AUS! ich will auch einen privat strand, ich will auch sonne, will wolkenfreien himmel, ich will auch GELD. statt dessen habe ich den hamburger entsorgungshof vor dem fenster und müllmänner vor der haustür, die einem hinterher pfeiffen. will man das?

 

back to what?

Mittwoch, 03. September 2008

da sind wa wieder. heile angekommen, wenn auch geistig noch am strand. die gesamte rückfahrt war ein logistisches horrorszenario :) wir haben die gepäckbestimmungen mit voller absicht ignoriert, der armen maya sogar offziell zwei gepäckstücke angehängt. und das obschon kinder lediglich ein gepäckstück transportieren dürfen und dieses dann auch nur max. 11 kilo wiegen darf. ähm… mayas zwei taschen hatten jeweils ein gewicht von knapp 30 kilo. bevor mir jetzt jemand die fürsorge an den hals hetzt: selbstverständlich musste die maus die koffer NICHT tragen. das hat mit fluchen und meckerei der frank (ihr papa, der uns in den letzten zwei wochen besucht hat) getan. so belief sich die summer der gepäckstücke, inklusive handgepäck auf 17 teile. ups. ich fühle mich als shopping-opfer… der dollarkurs, das schöne wetter, die tollen angebote, back-to-school-sale… da ist man als frau so gut wie wehrlos.

irgendwie haben wir es um die sicherheitskontrollen geschafft, in das flugzeug unserer lieblings-fluggesellschaft hinein und auch wieder heraus. der weg vom flughafen zum frankfurter flughafen war eher schwierig… zwar hatten wir die 14 Taschen (grins) von sabine nicht mehr dabei, aber der arme frank hat ja auch nur zwei arme. und dann endlich, endlich, endlich – nach kanpp 18 stunden sind wir in hamburg angekommen und in unsere (gemessen am gepäckvolumen) viel zu kleine wohnung gestolpert. jet lag sei dank renne ich seit drei tagen mit einer emotionalen taucherglocke auf dem kopf herum. jeder von euch, der lange genug in dieser stadt lebt, weiß, wie schwierig es ist. dieses (un)wetter… was solls, ich bin tapfer – und genug klamotten zum warm-anziehen habe ich ja jetzt :)